Abenteuerliche Winterwanderung vom Tegernsee auf die Gipfel Setzberg und Wallberg – Sonnenuntergang in den Bergen

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Im letzten Winter habe ich meine ersten Erfahrungen mit dem Winterwandern gemacht. Am Anfang habe ich befürchtet, dass ich die Kälte nicht vertrage und dass mir das Wandern im Winter keinen Spaß macht. In der Vergangenheit habe ich nämlich Angst vor der Kälte gehabt und die kalte Jahreszeit zu Hause oder im Urlaub auf den sonnigen Kanarischen Inseln verbracht. Nach den ersten Winterwanderungen auf den Heimgarten, um die Drei Zinnen, zum Pürschlinghaus und auf die Pleisenhütte habe ich jedoch gesehen, dass man beim Wandern, wie beim Laufen oder Langlaufen nicht friert, wenn man sich intensiver bewegt und der Kreislauf in Schwung gebracht wird. Dafür wird man mit einmaligen Aussichten belohnt, da die Berge im Winter ganz anders als im Sommer aussehen.  Die weißen Winterlandschaften mit schneebedeckten Gipfeln sind wunderschön, besonders wenn die Sonne scheint.

Mitte März habe ich meine erste Winterwanderung alleine unternommen. Das Ziel war der Gipfel Wallberg (1722 m) und der Ausgangspunkt die Wallbergbahn in Rottach-Egern am Tegernsee. Man hätte auch gemütlich mit der Bahn fast auf den Gipfel fahren können, weil die Bahn im Winter im Betrieb ist. Da es aber die unsportliche Variante ist, kam sie für mich nicht in Frage.

Das Wetter war sehr schön – sonnig und nicht kalt (5 Grad).  Ziemlich spät, gegen 13 Uhr, begann ich mit dem Aufstieg im Wald und ging ziemlich schnell den Berg hinauf. Bald konnte ich den ersten herrlichen Blick über den Tegernsee in der Nähe von der Wallbergmoosalm (1117 m) genießen. Oberhalb der Waldgrenze war die Aussicht atemberaubend – überall weiße, in der Sonne glänzende Berge. Nach ca. 2 Stunden erreichte ich das Wallberghaus (1512 m). Dort änderte ich meine Pläne und beschloss, zuerst den Nachbargipfel, den Setzberg (1707 m) zu besteigen. Es waren nur 200 Höhenmeter, allerdings ging es nicht ganz einfach, weil der Schnee ziemlich tief war. Hier hätte ich die Schneeschuhe gut gebraucht, die ihm Auto geblieben sind. Nach einer halben Stunde Aufstieg wurde ich mit herrlichen Blicken belohnt. Ich verbrachte eine halbe Stunde auf dem Setzberg und gleich war ich wieder beim Wallberghaus unten. Der Aufstieg auf den Wallberg war ziemlich einfach, weil auf der Südseite ganz wenig Schnee lag. Ich genoss das Bergpanorama in der Sonnenuntergangstimmung ganz alleine. Auf dem Rückweg fotografierte ich noch die schöne Kapelle und erlebte einen unvergesslichen Sonnenuntergang auf der Höhe von 1500 m. Das war mein erster Sonnenuntergang hoch in den Bergen und es war traumhaft schön. Danach lief ich den Berg in den schweren Wanderschuhen hinunter, weil es schon sehr spät war.

Der Abstieg beim Sonnenuntergang, am Ende durch den dunklen Wald war ziemlich abenteuerlich. Ich hatte aber keine Angst und bin der Meinung, dass solche Abendteuer und Erlebnise das Leben viel spannender machen.

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