Der wunderschöne Plansee – Trailrunning im Sommer und Wandern im Herbst

Der Plansee ist der zweitgrößte natürliche See Tirols und liegt zauberhaft innerhalb der Ammergauer Alpen. Der schöne See war mir noch vor kurzem unbekannt und erst über eine Facebook-Seite bin ich auf den malerischen, großen Bergsee aufmerksam geworden.

An einem herrlichen, heißen Tag im Juli fahre ich alleine zum ersten Mal an den Plansee und will den Zunterkopf (1811 m) besteigen, der im Südwesten des Sees gelegen ist. Meinen Mini Cabrio parke ich auf dem Parkplatz vor dem Campingplatz Seespitze am Nordwestufer. An diesem heißen Tag gibt es unzählige Badegäste, die sich auf den grünen Wiesen ausruhen. Ich bin fast die einzige, die wandern will.

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Der See sieht wunderschön aus. Von allen Seiten ist er von hohen Bergen umgeben und das türkisblaue Wasser glitzert in der Sonne. Noch vor 5 Jahren wäre ich auch wie die anderen Touristen und Wochenendausflügler faul auf der Wiese gelegen und die Berge von unten bewundert. Jetzt aber weiß ich, dass mich oben was viel besseres erwartet, nämlich die Blicke über den See und unvergessliche Momente. Deshalb begebe ich mich schnell auf den Weg zum Gipfel.

Am Anfang laufe ich auf dem Rundweg am Kleinen Plansee entlang, danach muss ich auf der Straße laufen. Hinter einer kleinen Kapelle gibt es aber einen Parkplatz und der Wanderpfad ist auf der rechten Seite der Straße nicht zu übersehen. Auf dem uralten Wegweiser steht Tauernspitz.

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Der Wanderpfad ist ziemlich schmal und verläuft überwiegend im Wald. Auf dem Weg gibt es viele Wurzeln und später beim Abstieg muss ich vorsichtig laufen. Ich sehe viele herumliegende Bäume, die ein Sturm im März umgestürzt hat.

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Kurz vor dem Gipfel hat man schon freie Blicke auf Reutte und den Plansee. Der Wanderpfad ist schmal und an ein paar Stellen schlecht begehbar mit Trailrunning-Schuhen.

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Den Zunterkopf erreiche ich nach 1,5 Stunden und bin dort fast alleine. Ich genieße die atemberaubenden Blicke.

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Vorne liegt der lange Plansee, der an einen skandinavischen Fjord erinnert. Rechts sieht man den anderen Gipfel, Tauern der etwas höher ist (1841 m). Ein Gipfelkreuz  gibt es auf dem Zunterkopf allerdings nicht, sondern nur zwei Stangen. Möglicherweise wurde es vom letzten Sturm zerstört.

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Auf dem Gipfel verbringe ich eine Weile und gehe den gleichen Weg zurück. Es ist schon 15:30 und mit meinen Trairunning-Schuhen will ich eher langsam und vorsichtig runtergehen. Der Wanderpfad mit viel Geröll sieht im Gipfelbereich an einigen Stellen etwas gefährlich aus.

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Im Wald kann ich trotz der vielen Wurzeln relativ schnell bergab laufen, was mir, wie immer Riesenspaß macht. In einer Stunde bin ich wieder am See. Dort laufe ich noch ein paar Kilometer auf dem Rundweg um den Plansee. Am Ende sehe ich mir noch die vielen bunten Boote an und entspanne mich kurz auf der Wiese.
Gegen 18 Uhr fahre ich nach Hause zurück und den Abend lassen wir mit meinen Freund bei unserem Lieblingsitaliener ausklingen.

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Das zweite Mal bin ich am Plansee Mitte Oktober. Diesmal fahre ich dorthin mit meinem Freund. Das Wetter ist an diesem Tag ganz anders als im Juli. Es sind gerade 7 Grad und der Himmel ist bedeckt. Mein Freund ist zwar sehr bergerfahren und hat viel in den Alpen gesehen, aber den Plansee kennt er nicht. Diesmal wollen wir auf den Hochjoch (1823 m) und die Soldatenköpfe (1765 m) gehen.

Wir parken auf dem gleichen Parkplatz vor dem Campingplatz Seespitze und ziehen Wanderschuhe an. Danach suchen den Wanderpfad oberhalb des Campingplatz. Es ist nicht einfach. Wir gehen mehrere 200 Meter auf irgendeinem schmalen und sehr steilen Pfad hinauf, der aber plötzlich aufhört. Wir kehren zurück, gehen auf dem Rundweg Richtung Osten und hoffen, den Wanderpfad zu finden. Nach ein paar Kilometer verstehen wir, dass es wohl keine Wegweiser gibt und geben auf. Da das Wetter sowieso zum Wandern auf die Gipfeln nicht einlädt, ändern wir unsere Pläne und wollen den See umrunden.

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Leider haben wir schwere Wanderschuhe angezogen und müssen große Rücksäcke tragen. Deshalb können wir nur schnell gehen.

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Das langsame Tempo stört mich nicht. Ich habe meine größere Kamera dabei und fotografiere die schöne Herbstlandschaft, die bunten Bäume mit dem See im Hintergrund.

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Am Nordostufer besuchen wir das Restaurant im Hotel Forelle. Dort essen wir eine Kleinigkeit und begeben uns auf den weiteren Weg am Südufer des Plansees entlang.

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Es ist sehr frisch, aber wir bewegen uns schnell genug, um nicht zu frieren. Es tut gut, die kalte frische Bergluft einzuatmen und direkt am See in der herrlichen Bergwelt unterwegs zu sein.

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Am Ende überqueren wir eine Brücke zwischen dem Plansee im Osten und dem Heiterwanger See im Westen. Die beiden Seen sind mit einem Fluss verbunden.

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Die Seeumrundung dauert 3,5 Stunden und wir machen 17 km. Die Strecke ist eher flach und man muss lediglich 200-250 Höhenmeter bewältigen.

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Auf der Rückfahrt nach Hause stellen wir fest, dass es trotz des schlechten Wetters ein schöner Tag war. Wir haben zwar keinen Gipfel erreicht und die Blicke von oben nicht genossen, aber dafür haben wir uns mehrere Stunden in den Bergen bewegt . Jede Bewegung tut dem Menschen gut und ist besser als keine Bewegung.

Im nächsten Jahr werden wir die Tour auf die beiden Gipfel vom Hotel Forelle aus machen. Dort müsste der Weg leichter zu finden sein.

urlaubscenter24

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